Sophie

Die Schnauzermixhündin Sophie retteten wir im Sommer 2006 aus einer Tötungsstation und beherbergten sie zunächst in unserem Tierschutzbüro. Sophie hatte Glück! Sie wurde von Otto Stepanek, dem Kassier unseres Vereines, und seiner Frau Silvia adoptiert. Silvia Stepanek erzählt:

Sophie im Tötungskäfig

Angefangen hat es mit spazieren gehen, ein paar Stunden, um zu sehen, wie unsere "Haustiger" auf einen Hund reagieren, ein paar Mal den ganzen Tag bis 10:00 Uhr abends bei uns, und dann wieder zurück in die Canisiusgasse zu animal life. Eine Übernachtung bei uns und dann haben wir gesagt, wir geben Sophie nicht mehr her!

Gemütliches Schläfchen in Katzengesellschaft

Seit 26. Juni 2006 ist Sophie nun bei uns und es klappt mit unseren Katzen sehr gut. Sophie ist ein ganz ruhiger und braver Hund, dennoch hat Herrchen als „Katzenmensch“ mit ihr so seine Probleme. Sophie hat an der Leine gezogen, war anscheinend nie erzogen worden, da ihr jeglicher Befehl bei den Ohren hinein und hinausgegangen ist. Probleme gab es auch, wenn wir an der Leine anderen Hunden begegnet sind. Da hat sie gebellt und so zu dem anderen Hund hingezogen, dass man sie kaum halten konnte. In der Hundezone hat Sophie aber keine Schwierigkeiten mit anderen Hunden. Einmal, im Sommer als wir in einem Gartenlokal gesessen sind, hat Sophie so abrupt zu einem anderen Hund hingezogen, dass Herrchen fast vom Stuhl gefallen ist, ganz zu Schweigen, dass einige Male Gläser umgekippt wurden, weil sie so heftig aufgestanden ist. Das hat natürlich nicht zum guten Verständnis zwischen Sophie und Herrchen beigetragen.

Sophie überall mit dabei

Nachdem wir nun über 30 Jahre mit Katzen leben und deren Wesen sehr schätzen, ist ein Hund natürlich eine große Umstellung. Ganz so unerfahren mit Hunden sind wir allerdings nicht gewesen, wir haben manchmal den Hund von einer Freundin in Pflege genommen, wenn sie auf Urlaub gefahren ist. „Mädi“ ist ebenfalls von animal life. Mit unseren Katzen ging das auch wunderbar. So haben wir uns auf das Abenteuer „Hund“ eingelassen.

Im Herbst hat mein Mann mit Sophie eine Hundeschule besucht. Beide mussten sehr viel lernen. Es gab und gibt immer wieder Rückschläge, aber das ist, so habe ich in vielen Fachbüchern gelesen, ganz normal. Sophie hatte anfangs sehr viel Durchfall, teils wegen der bisherigen schlechten Ernährung, teils aus Nervosität, sie wusste ja nicht was mit ihr geschieht. Sie hat zuerst nicht sehr viel zu Hause gebellt, a ber als sie ihres Platzes etwas sicherer wurde, bellte sie, wenn der Nachbar gegenüber gekommen oder gegangen ist oder sonst sich etwas im Haus rührte. Wenn es an der Türe klingelt, bellt Sophie wie verrückt.

Sophie am Start beim Dogging 2006 im Prater

Nun nach 9 Monaten ist sie kerngesund, hat keinen Durchfall mehr, bellt auch nicht mehr, wenn der Nachbar nach Hause kommt, sondern hauptsächlich, wenn es an der Tür läutet, was ja auch in Ordnung ist. Man kann sie sehr gut alleine zu Hause lassen, wenn man mal etwas vor hat, denn sie fühlt sich sehr wohl mit den Katzen. Wir haben natürlich auch mit vielen Hundebesitzern gesprochen und Erfahrungen ausgetauscht und gelernt, Sophie besser zu verstehen und dass es halt seine Zeit braucht, bis beide Seiten wissen, was sie voneinander erwarten und wie sie sich verhalten sollen. Sowohl wir (besonders das Herrchen), als auch Sophie haben sehr viel dazugelernt, unser gemeinsames Leben harmonisch zu gestalten

Sophie gehört nun, wie unsere Katzen, zu unserem Leben und wir werden alle Höhen und Tiefen miteinander teilen!

Sophie mit Herrchen Otto Stepanek beim Dogging 2006 im Prater