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Timmi

Als Kind hatte ich keinen eigenen Hund, aber in den Ferien borgte ich mir mit großer Freude arme Hunde von den umliegenden Bauernhöfe aus, um mit ihnen durch die Wälder zu wandern.
Von animal life erfuhr ich durch meine Tennispartnerin, die mir immer wieder Photos von ihren animal life Pflegekatzen zeigte und von deren Erfolgen berichtete. Und so bot ich an, auch ab und zu für einen Hund zu sorgen, bis dieser ein endgültiges Zuhause gefunden hatte.
Eines Tages, er was Sommerbeginn, wurde ich gebeten, einen kleinen Terrier aufzunehmen. Timmi war eigentlich kein Hund, der auf Anhieb für sich einnimmt. Als ich ihn abholte, stand er mit zitternden Beinen - inzwischen weiß ich, dass Terrier oft so zittern, man nennt es sogar Terrierzittern -, abgewandtem Blick und stumpfem Fell am Straßenrand – "ein älterer Herr halt", so hieß es.


Am nächsten Tag ging es gleich los ins Waldviertel. Auf einmal kam mir Timmi, der auf etwa 6 Jahre geschätzt wurde, ganz jung vor, er genoß es, gestreichelt zu werden, plantschte in den schönen Teichen des Waldviertels herum, lief durch den Wald, immer schauend, ob wir auch in diese Richtung gingen.
Nur im Hotelzimmer war er unglücklich, offenbar hatte er sich bisher nicht in einer Wohnung aufgehalten. So wollte er schon nach kurzer Zeit wieder hinaus und gebärdete sich wie verrückt vor Freude, wenn man die Leine nahm und er merkte, dass es endlich wieder ins Freie ging. Gleich hinter dem Hotel begann der Wald, in dem ich daher mit ihm in der Nacht bei Mondschein die eine oder andere kleine Runde drehte, was mein Mann freilich ziemlich übertrieben fand.
Am letzten Tag fuhren wir an die Thaya, und da passierte es: Timmi lief zum Fluss, wo hinter Büschen versteckt ein schwarzer Schäferhund lag, der sich gleich auf den kleinen Terrier stürzte und ihn biss. Zum Glück war es nicht so schlimm, es entstand kein größerer Schaden.

Zurück in Wien, wollte Timmi am liebsten den ganzen Tag spazieren gehen, kaum merkte er, dass es zurück nach Hause ging, blieb er wie angewurzelt stehen. "Dort geht es doch weiter!", versuchte er mir offenbar klar zu machen. Wenn ich mich dann bemühte, ihn zum Weitergehen zu bewegen, riefen die Vorübergehenden: "Typisch Terrier!" oder "Na ja, ein Terrier!".
Timmi hatte eine traurige Vergangenheit: Seine Familie war weggezogen und hat ihn einfach zurückgelassen. Und Timmi versuchte 2 Jahre lang, Leute, die ihm begegneten, zu diesem Garten zu führen, damit man ihn hineinlasse. Das hatte ein Nachbar der animal life Mitarbeiterin erzählt, die den Armen dann bei sich aufgenommen hatte.

Obwohl Timmi so schwierig war wie kein anderer meiner bisherigen Pflegehunde und so viele Pannen passierten, habe ich ihn ins Herz geschlossen. Und so besuche ich ihn hin und wieder auf seinem neuen Platz am Rande von Wien mit vielen Feldern, Wiesen und Wäldchen oder mache mit ihm einen kleinen Ausflug in die Lobau.
Und im Juni fahren wir mit ihm wieder eine Woche ins Waldviertel, in ein Haus mit Garten, darauf freue ich mich schon!
Ich finde, die Aufnahme eines Pflegehundes ist eine schöne Form, die Arbeit von animal life zu unterstützen!